Kulinarische Küche

Afrika, der Kontinent der Gegensätze. Es herrschen andere Sitten, Bräuche und vor allem anderes Essen. Doch nicht nur das Essen an sich unterscheidet sich sehr von unseren europäischen Mahlzeiten. Auch die Essgewohnheiten sind fremd.

Waren Sie schon mal beim Afrikaner essen? Da können Sie lange in Ihrer Stadt suchen, denn DAS afrikanische Essen gibt es so nicht.

Geschichtlich bedingt ist Afrika sehr verschieden und mit her auch das Essen. Die afrikanischen Speisen sind geprägt durch die vielen Gebiete und Länder des Kontinents und machen das Essen sehr speziell und vielfältig.

Man trennt die afrikanische Küche daher in die nordafrikanische-, südafrikanische-, schwarzafrikanische Küche. Als Grundnahrungsmittel gelten in Afrika Reis, Hirse und die Pflanze Maniok. Hintergrund ist der hohe Armutsanteil der Bevölkerung.

Afrikanische Essgewohnheiten:
Anders als die unterschiedlichen Speisen, ziehen sich die Essgewohnheiten über den gesamten Kontinent. Geht man von einem traditionellen Familienessen in einer Dorfhütte aus, kann man lange nach dem Besteckkasten suchen. Denn Messer und Gabel sind Tabu. Anders als in Europa, wird in Afrika auf Fingerfertigkeit gesetzt. Aber mit der bloßen Hand wird natürlich nicht einfach ins zubereitete Essen gefasst. Nur drei Finger der rechten Hand dürfen fürs Speisen benutzt werden. Wie man mit der linken Hand nicht begrüßt, fasst man mit ihr auch nicht in afrikanisches Essen, sie gilt auf dem Kontinent als unrein. Typisch ist ebenfalls, das Essen in einer geselligen Runde aufzunehmen und alle Gerichte gemeinschaftlich auf einem großen Tisch zu teilen.
In Großstädten wie Kapstadt oder Johannisburg ist die Esskultur durch die zunehmende Einwanderung vorwiegend den bei uns bekannten Tischsitten angepasst.

Nordafrikanische Küche:
Die nordafrikanische Küche nördlich der Sahara ist bekannt für ihre vielfältigen Gewürze. Kochen ohne Koriander, Safran, Muskat, Kreuzkümmel oder Minze? Unvorstellbar. Die Gerichte werden mehrere Stunden in einem Schmortopf geschmort. So gut wie immer kommen Kichererbsen, Schaf- sowie Lammfleisch und Fadenbrote als Beilage hinzu. Nordafrikanische Spezialitäten sind oft eine Kombination aus mediterranen Zutaten wie Gemüse, Meeresfrüchte, Mandeln oder Fisch.

Südafrikanische Küche:
Durch Einwanderung und Kolonien, wurde die südafrikanische Küche geschmacklich von Europa und Asien beeinflusst. Sie ist geprägt durch herzhafte Fisch- und Fleischgerichte sowie Salate und exotische Obstsorten und Meeresfrüchte. In der Küche wird ausprobiert, gemixt und kombiniert was das Zeug hält. Sie ist daher auch unter dem Begriff Regenbogenküche bekannt. Als typisches Dessert isst man im Süden des Kontinents frittiertes Gebäck („Koeksister“). Dieses wird nach dem Frittieren durch einen speziellen Sirup gezogen und getrocknet.

Schwarzafrikanische Küche:
Die schwarzafrikanische Küche in West- Zentral- und Ostafrika ist einfach. Ernährungsgrundlage sind hier Kochbananen, Yamswurzeln und Süßkartoffeln. Auch Mais, Maniok und Hirse sind Hauptbestandteile der Küche. Mais und stärkehaltige Pflanzen werden zu einem zähen Brei zubereitet und zu jeder Tageszeit gegessen. Je nach Region heißt die pampige Masse Ugali, Foufou oder Pap. Typisch für die schwarzafrikanische Küche ist das raffinierte Zubereiten von einfachen Zutaten, beispielsweise der Kochbanane. Diese ist roh ungenießbar, wird sie allerdings gekocht, frittiert oder gebraten ist sie eine beliebte Speise der Afrikaner.

Wir hoffen, wir konnten Sie geschmacklich inspirieren und Ihnen einen Einblick in die kulinarische Küche Afrikas geben.

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